me, interrupted

selbstmord – ich mag dieses wort nicht. es klingt so grausam.
und sich selbst töten, das ist nicht grausam. sich selbst töten ist doch nur eine art zu gehen, wenns einem nicht mehr gefällt. und das hat nichts mit flucht zu tun, wie manche es gerne nennen; wenn man auf einer schlechten party ist, wirft einem doch auch keiner vor, man würde fliehen, wenn man lieber geht, als sich weiter zu langweilen.
und mit dem leben ist es genauso: wenn ich keinen bock mehr habe, geh ich halt. es muss nun niemand befürchten, dass ich mir was tue, nur weil irgendwas schlimmes passiert. ich hab einiges erlebt, tod, trennungen, streitereien, schläge, einsamkeit, schulden, kündigungen und was weiß ich, und ich lebe noch, oder? nein, deshalb braucht man sich also wirklich nicht sorgen. wenn ich gehe, dann nicht, weil der schmerz unerträglich wird, sondern eher, weil das leben an sich unerträglich wird. weil es nichts so tolles zu bieten hat, dass es zu bleiben lohnte, weil es zu anstrengend ist, weil die wirrungen des alltags zu kräftezehrend sind.
ich meine, wie oft, wenn ich auf irgendwas keine lust hatte, irgendwo nicht hinwollte, irgendwen nicht treffen wollte, wie oft wurde mir da gesagt, ich müsse ja nicht bleiben, wenn ich nicht wollte, ich könne jederzeit wieder gehen? und hey, das war ein guter rat: weil ich wusste, dass ich nicht muss, wars viel leichter zu ertragen, und meist hab ich dann sogar bis zum ende durchgehalten.

es ist auch nicht so, dass ich ständig ans sterben dächte.
der selbst“mord“ ist einfach mein persönliches as im ärmel.

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