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der erste post des jahres 2010 – 16 tage, nachdem es begonnen hat. nun gut.

um die letzten wochen kurz zusammenzufassen: ich hatte ein wirklich schönes sylvester verbunden mit einem, na, sagen wir, kurzurlaub in einem verschneiten dörfchen im tiefsten hessen, ich habe (wahrscheinlich mehr aufgrund meiner mangelnden kenntnisse als wegen eines pc-fehlers) meine gesamte festplatte verloren (bin noch immer auf der suche nach einer cd, auf die ich (hoffentlich!) zumindest meine texte mal gebrannt habe), ich bin dabei, meine medikamente (zumindest teilweise) abzusetzen, und.. ja, das wars eigentlich schon.

ich habe diesesmal bewusst auf einen rückblick auf das letzt jahr verzichtet. ich möchte mir das desaster nicht noch einmal minutiös vor augen führen, es erlebt zu haben, reicht.

für das grade begonnene jahr habe ich mir vor allem eins vorgenommen: nichts mehr zu erwarten. hoffen, träumen, wünschen – ja, aber erwarten – nein. denn ich habe festgestellt, dass ich ab dem moment, in dem eine erwartung in mir entsteht, unflexibel werde. so unflexibel, dass ich mir kaum zu helfen weiß, wenn die erwartung sich zerschlägt.

ich will distanz schaffen. will mich nicht mehr mit jeder faser an eine vorstellung binden, die dann zerplatzt und mich abstürzen lässt. will lächelnd beobachten, statt heillos verstrickt mittendrin zu stehen.

ein ehrgeiziges vorhaben, ich weiß. und wer mich kennt, wird mich wahrscheinlich auslachen, wie ich mir da meine ganz persönliche sisyphos-aufgabe gestellt habe. aber nun, wenn ich was gelernt habe, dann, dass sich jederzeit alles ändern kann. vielleicht ändert es sich ja diesmal zu meinen gunsten.


ich erwarte nichts

ich fürchte nichts

ich bin frei

(n. kazantzakis)

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4 responses to “back

  • joey/buecherliebende

    eine schwere Aufgabe, ja. ich kenne das Gefühl, und wie gut ich es kenne, und ich hasse es. aber je wichtiger die Situation ist, umso schwerer ist es, nichts zu erwarten, zumindest für mich.

    (welch ein lustiger zufall: http://twitter.com/buecherliebende/status/7794935352 )

  • joey/buecherliebende

    was ich vergessen habe:
    viel erfolg dir!

  • semisuicidal

    ja, genau das ist das problem. ich hoffe eben, das mit einer gewissen „grunddistanz“ zu überwinden.

    danke dir!

  • Fee

    Dieser Text brannte so sehr in meinem Inneren, dass ich ihn veröffentlichen musste. Es ist wirklich passiert und das hat das Gefühl beim Schreiben so sehr verändert. Es war leichter, weil ich nur Worte finden musste – und, ja, das kann ich vielleicht. Aber, der Text ist nur schön, weil er eine wunderschöne Situation wiedergibt. Ich würde da nicht so viel Verantwortung meiner Sprache übertragen. Und trotzdem: Danke. Es ist immer toll, zu wissen, dass es Menschen gibt, denen gefällt, was ich tue. Und du scheinst so ein Mensch zu sein. Der sich über meine Texte freut… Was sonderbar, aber toll ist. Ich denke, irgendwann werde ich vielleicht gut genug sein, um mehr zu zeigen, doch ich befürchte, Gedichte und Prosastücke werden meistens Geheimnisse meiner Worddokumente seim und bleiben. Ich hoffe, du bist nicht enttäuscht. Und danke nochmal.

    LG Fee

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