bergauf, bergab, aber – selbstständig

der erste eintrag nach längerer zeit ist immer irgendwie schwierig. nach den ersten paar zeilen geht es, aber der einstieg..

– wie auch immer, ich bin wieder da.

es ist nicht so, dass ich nicht hätte schreiben wollen – ich konnte nur nicht. das liegt daran, dass ich mein medikament abgesetzt habe. und hey, vielleicht machen antidepressiva nicht süchtig, abhängig machen sie aber alle mal, das durfte ich feststellen. ich habe, wies immer empfohlen wird, versucht, es langsam auszuschleichen, um die absetzerscheinungen zu umgehen, aber pustekuchen.

die letzten wochen waren echt nicht schön. nicht so schlimm, als dass ich im bett hätte liegen müssen, oder sowas, aber schlimm genug. heute habe ich den ersten längeren text seit ewigkeiten geschrieben, bis dahin war maximal twittern drin. gedanken waren genügend da, aber sie zu fassen – unmöglich. auch jetzt fällt es mir noch schwer, mich zu konzentrieren. trotzdem ist dies aber der erste tag, an dem ich sowas wie eine besserung spüre.

das unerträglichste ist/war dieser ständige.. ja, wie nennt man das? eine art schwindel, vielleicht. das gefühl, der inhalt des kopfes sei eine zäh-flüssige masse geworden, und schwappte nun bei jeder bewegung träge hin und her, manchmal begleitet von einem ganz dumpfen hämmern.. nicht schön, wie ich schon sagte.

dazu eine zwischendurch immer wieder aufflackernde, unglaubliche aggressivität. ich, die sonst alles dafür gäbe, unsichtbar zu sein, lauthals tobend mitten auf der straße. ich, den liebsten anschreiend, mir gleichzeitig von innen zurufend: „halt endlich die klappe!“ [..]

oder, ab und an, das heulende elend. – oder nein, eher nur „elend“. kein heulen, nur daliegen und verzweifeln.

und das mehrmals im wechsel, den ganzen tag.

.

ich hoffe wirklich, es so langsam überstanden zu haben.

.

und ich hoffe, in der nächsten zeit festzustellen, dass ich wieder ohne medikamente leben kann, dass ich mich selbst aufrecht halten kann. wie die ersten 24 jahre: bergauf, bergab, aber – selbstständig. ohne chemische stützen.

.

edit 25.02.2010:

.ja, okay – man soll den tag nicht vor dem abend loben. am morgen nach diesem eintrag wurde ich wach, weil ich kotzen musste – seitdem begleitet mich übelkeit. dabei hatte ich mich schon gefreut, dass mir das offenbar erspart bleibt. naja, vomex sei dank gehts mir trotzdem gut, vor allem, da der schwindel tatsächlich fast verschwunden ist.

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