retrospektive – 1

nachdem ich vor kurzem mit der lieben fee über mein (seit längerem auf eis liegendes) buch gesprochen habe, hatte ich gestern das bedürfnis, es mal rüberzuziehen von meinem alten auf meinen aktuellen rechner (auf dem sich seit einem pc-total-ausfall mit anschließender neuinstallation kein einziger älterer text mehr befindet). und dabei bin ich auch auf jede menge uralte gedichte gestoßen. und so schlecht, so pubertär sie teilweise auch sind, ich fände es schade, wenn sie auf irgendeiner festplatte vergammelten, ohne wenigstens noch einmal ans licht gekommen zu sein (ausserdem bieten sie sich prima an zur unterhaltung meiner geschätzten blogleser ^^).

deshalb gibts jetzt eine neue reihe in diesem blog, sozusagen eine semipoetische retrospektive. ich werde täglich ein gedicht vorstellen, angefangen mit einem der frühesten aus dem jahr ’97, bis hin zum letzten (auffindbaren!) aus dem jahr 2007. (auch danach habe ich noch geschrieben, aber vieles ist verlorengegangen durch besagten pc-crash.) das thema wird eines der unerschöpflichsten sein, nämlich die liebe – genauer gesagt, der liebeskummer. ausserdem will ich, zumindest kurz, die geschichte zu dem text erzählen, damit es nicht ganz so trocken ist.

und im glücklichsten fall sieht man eine entwicklung, von der 13jährigen mit dem allerersten liebeskummer, bis zur 23jährigen, immer noch verletzlich, aber unfassbar gereift. (ha. ha.)

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los geht es, wie gesagt, mit dem ersten gedicht, das ich dazu geschrieben habe – zumindest ist es das erste, das ich finden konnte. ich war 13, und fürchterlich verliebt in jiorgo. jiorgo war, zumindest meiner damaligen meinung nach,  wahrscheinlich einer der coolsten jungs unserer klasse, und definitiv einer der süßesten: baggys und käppi, braune strubbelhaare, und riesige, grüne augen.. hach. (der junge hat viele schlaflose nächte und den ein oder anderen, pubertär bedingten, hormonellen aufruhr meinerseits zu verantworten. )

und naja, da wir die angewohnheit hatten, uns ständig zu trennen und dann wieder tränenreich (naja, zumindest ich) wieder zueinanderzufinden, hatte ich sehr viel liebeskummer damals. ich wusste nie, wie lang es diesmal wohl hält, und daraus entstand dieses gedicht:

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zeit (1997)

die zeit
ist wie sand
in meiner hand
der mir durch die finger rinnt
– wenn wir zusammen sind

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originell, hm?! ^^

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4 responses to “retrospektive – 1

  • Fee

    Ist das süüüüühüüüüß! Nein, ehrlich jetzt, das ist so niedlich, ach. Und: So furchtbar ist es gar nicht, dein Gedicht, es zeigt definitiv dein frühes Potenzial… ;) Ich will mir gar nicht ausmalen, was ich beim Lesen meines Geskritzels in 10 Jahren denken werde. Oh je.

    • semisuicidal

      aw, danke! :) naja, nein, ganz furchtbar ist es nicht, da hast du wohl recht. aber wie gesagt, nicht besonders originell.. aber gut, ich nehms mir nicht (mehr) übel, denn ja, ich war erst 13.
      (siehst du, und das ist es, was mich an dir so (positiv) „geschockt“ hat, als ich damals auf dich gestoßen bin: um so zu schreiben wie du jetzt schon, musste ich (und viele, die ich kenne) sehr viel älter werden.
      und deshalb kann ich auch nicht versprechen, dass ich dich in 10 jahren immer noch lesen werde: wahrscheinlich bist du dann so gut, dass ich gar nichts mehr aushalte vor lauter neid. ;)

  • Fee

    Ach, du bist doof. Ich habe vielleicht zu lange gewartet, mit dem Schreiben und als ich dann mal Stift und Blatt und den Mut hatte, habe ich innerlich schon ewig geübt… Und ich hatte schon so viel Gutes gelesen, ich musste praktisch nur… abschreiben. Also, ich denke, von Talent kann man nicht reden. Vielleicht von Glück, in einer Zeit zu sein, in der es viele Menschen gibt, die… keine Anforderungen an Kunst stellen. Wo alles Kunst ist. Ich glaube, das ist mein Vorteil. Aber bevor du wieder einen ewiglangen Kommentar verfassen musst, der mich vom Gegenteil überzeugen soll: Danke. Wirklich. Neider zu haben bringt’s total für’s Ego. :D (Wenn du mal wüsstest, wie mich dein und das Können anderer zum verzweifeln bringt…)

    • semisuicidal

      junge dame, wir wollen doch nicht aufsässig werden?! ;)
      naja, wenn du dich mit dem gedanken, das sei alles bloß übung, besser fühlst – okay.. aber deinen satz über die menschen, die keine anforderungen an kunst stellen – das nehm ich persönlich! ;)

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