serienblogprojekt – new girl

im rahmen des serienblogprojekts (powered by patschbella) meine review zum piloten von „new girl“ (angelaufen am 20.9. auf fox).

in „new girl“ geht es um jessica day, eine grundschullehrerin ende 20, gespielt von zooey deschanel (genau, die kleine schwester von bones). wir lernen sie kennen, als sie an einem wendepunkt in ihrem leben steht. das umschreibt sie (sozusagen als einstieg in die folge) sehr schön mit einer, na sagen wir: leicht schrägen metapher, die gleich einen ausblick auf gibt, was einen mit dieser serie und ihrem hauptcharakter erwartet.
bei dem versuch, ihren freund zu überraschen (was mir bereits in den ersten anderthalb minuten den ersten lachanfall bescherte) muss jessica feststellen, dass er sie betrügt. auf der suche nach einem neuen zuhause (und wohl auch einem neuanfang) stellt sie sich in einer männer-wg vor, die recht schnell merkt, dass die potentielle neue mitbewohnerin gelinde gesagt etwas anders ist. allerdings werfen die drei alle bedenken sofort über bord, als sie ihre modelnde beste freundin erwähnt.
jessica lebt also ab jetzt mit drei männern zusammen, die ihrerseits erst mal damit zurechtkommen zu müssen, nun eine liebeskummergeplagte mitbewohnerin zu haben.  sie sind ebenfalls alle ungefähr ende 20, ansonsten aber sehr unterschiedlich. da wäre zum einen coach, ein auf den ersten blick recht machohafter, gegenüber frauen aber ziemlich unbeholfener fitnesstrainer (gespielt von damon wayans, der aber, wie ich gelesen habe, ab der 2. folge durch lamorne morris ersetzt wird). was ihm in bezug auf frauen fehlt, das meint schmidt im überfluss zu haben. der ziemlich von sich überzeugte geschäftsmann zieht bei jeder gelegenheit sein tshirt aus, und macht sich in gegenwart von jessicas modelfreundin cece mit sprüchen, einer blöder als der andere, zum affen. der dritte der neuen mitbewohner ist nick, ein zynischer barkeeper mit zuweilen bösem humor und definitiv der intelligenteste der drei. er hat wie jessica eine trennung hinter sich, die er auch nach monaten noch nicht ganz verwunden hat.
jessica selbst ist, wie schon angedeutet, auf den ersten blick vor allem schräg. sie singt gerne vor sich hin, vorzugsweise über das, was sie gerade tut, sie kriegt einen fast schon bridget-jones-artigen heulanfall zu dirty dancing (das sie, wie sie den jungs ankündigt, bis zu sechsmal am tag schaut), sie bringt ungelenke tanzeinlagen.. all das tut sie auf sympathisch-komische art, auch ihr wesen unter all der nerdigkeit, das in einer folge zugegebenermaßen noch nicht allzu deutlich wird, scheint durchaus liebenswert.
als main character steht sie in dieser ersten folge naturgemäß im vordergrund, ihre mitbewohner haben aber genug raum, dass man sich auch von ihnen ein ganz gutes erstes bild machen kann; und der kurze auftritt von cece, der besten freundin, lässt zumindest erahnen, wie ihre rolle angelegt ist.
für jede dieser figuren kann man sympathien entwickeln (ich mag jessica beispielsweise sehr, was mich ein wenig überrascht hat, da ich dazu neige, die hauptfigur eher nicht zu mögen; von ihren mitbewohnern habe ich nick bereits jetzt extrem ins herz geschlossen, und auch cece scheint durchaus potenzial zu haben), und ihre jeweiligen ausgangssituationen versprechen viel raum für verschiedene entwicklungen.
einiges in diesem piloten lässt auf eine wirklich tolle serie hoffen. die story ist zwar nicht ganz neu – zwei „welten“ (hier: männer und frau, woanders: nerds und normalos, wohlhabende und arme familie etc.), allerdings kann die serie dem thema allein durch ihre auf ihre art alle sehr ungewöhnlichen figuren einiges neues abringen. durch die mann-frau-geschichte kommt auch sie natürlich nicht ohne geschlechterklischees aus, diese werden aber oft völlig überspitzt (zb schmidts gockelgehabe in gegenwart von cece) und gern auch durch etwas dem klischee total widersprechendes wieder aufgewogen (wie jessicas schwierigkeiten, sich für ein date „hübsch anzuziehen“). ein paar dinge haben durchaus running gag-potenzial (stichwort: „douchebag jar“), die gagdichte an sich ist hoch, hat aber noch luft nach oben, und der humor ist oft slapstickartig, aber nie auf unangenehme art albern.
insgesamt hat mich der pilot wirklich begeistert, und ich bin freue mich auf die nächste folge. gut, wer jessicas oft überdrehte, schräge art nicht mag, dem wird es wahrscheinlich schwer fallen, sich für die serie zu erwärmen, da sie die serie schon dominiert. allen anderen aber lege ich „new girl“ wirklich ans herz.

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5 responses to “serienblogprojekt – new girl

  • Patschbella

    Klingt als wäre Madam Deschanels „Schtick“ als „quirky“ Mädchen Dreh – und Angelpunkt der ganzen Sache. Dem kann ich leider einfach nichts abgewinnen. Aber wenigstens mal wieder eine Comedy mit einem etwas anderen Ansatz nach 17 – Versuchen uns Pärchen in verschiedenen Beziehungsstadien als lustig zu verkaufen.

    Danke für die flotte Kritik ;-) Ich werd mich gleich nochmal durch den Playboy Club quälen, damit die Kritik auch schön mein Leiden dokumentiert.

    • semisuicidal

      wie gesagt, zumindest im piloten stand sie schon im vordergrund – ich glaube aber, dass auch die anderen charaktere nach und nach mehr raum in der serie einnehmen werden. vielleicht versuchst du’s doch mal mit dem piloten – sind ja nur 23 minuten. ;)

  • liaju

    Guck jede Woche die Folge und ich muss sagen, sie hat zwar gut angefangen, aber mit jeder Folge lässt sie auch wieder nach….schade irgendwie.

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