x marks the spot

du hast unser haus gesprengt und die trümmer verbrannt;
dann bist du gegangen, kein blick zurück, auf mich.
ich stand da, den nutzlosen schlüssel in meiner hand,
bis ich wieder atmen konnte. dann ging auch ich.

ohne orientierung, aber ich hatte ja auch kein ziel,
sah alles gleich aus, beton und asphalt und teer,
und etwas glas, ein bisschen holz, und sonst nicht viel.
und trotzdem: los. hinter mir war ja gar nichts mehr.

bis ich jemanden rufen hörte. ich drehte mich um,
und da, ganz ausser atem, verschwitzt, standest du,
in den armen steine und mörtel. ich blieb erstmal stumm,
und ging dann, fast automatisch, einen schritt auf dich zu.

doch plötzlich begannst du zu flackern, wie licht,
und ich wusste nicht, träum ich oder bin ich wach,
oder spinn ich; mal warst du da, dann wieder nicht.

jetzt ist es nacht.
ich hab mich zusammengerollt, so kalt ist es hier.
vielleicht war es ja auch nur meine idee von dir.

 

.

 

Der Titel ist geklaut – und das ganze Gedicht inspiriert – von Ghostpoets X Marks The Spot, das ich beim Schreiben hörte.

 

 

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