Stillleben

Die Spinne in der Ecke darf heute bleiben.
Seit neustem ist es einem schlicht egal,
nicht wichtig genug, um sie zu vertreiben.
Angst, Panik, Ekel, das war alles mal.

Jetzt ist es mehr so ein zähgrauer Brei.
Man atmet, starrt, man lebt vor sich hin.
Vorm Fenster treiben die Menschen vorbei
und tun alle so, als hätte das Sinn.

Man schleicht in die Küche, steht da so herum.
Nur Stille und Leere, der Kaffee ist kalt,
der Hunger längst weg, und so dreht man halt um,
Fällt wieder aufs Sofa. Und fühlt sich uralt.

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